
Wichtigste Auszeichnung für Forschernachwuchs
Darmstädter Informatiker erhält DFG-Preis
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vergibt jährlich den Heinz Maier-Leibnitz-Preis an sechs Nachwuchswissenschaftler. und ist mit jeweils 16.000 Euro dotiert, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt werden.
Preisträger war in diesem Jahr unter anderen der Informatiker Prof. Stefan Roth von der TU Darmstadt. Der Juniorprofessor erhielt den Preis für seine Forschungsarbeiten zum maschinellen Sehen. Der mit 16.000 Euro dotierte Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.
Der 34-jährige Informatiker, der erst vor kurzem den Adolf-Messer-Preis der TU Darmstadt erhalten hatte, nutzt statistische Modelle, um digitale Bilder und Videos zu analysieren und zu rekonstruieren. So lassen sich unbewegte Objekte von Menschen, Tieren und anderen bewegten Objekten unterscheiden. Praktische Anwendungen ergeben sich unter anderem bei Fahrerassistenzsystemen im Automobilbau.

Innovationswettbewerb für südhessische Schulen
Neue Konzepte für innovatives Denken
Die Unternehmerverbände Südhessen fördern mithilfe ihres Innovationswettbewerbs für Schulen beispielhafte schulische Projekte und pädagogische Initiativen, die Eigenverantwortlichkeit und kreatives Denken von Schülern durch ungewöhnliche Lehrkonzepte fördern. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Bildungsqualität zu stärken und die Berufs- und Studierfähigkeit von Schulabgängern zu verbessern.
Diesjähriger Sieger wurde die Martin-Luther-Schule, Rimbach mit ihrem Projekt „Kleine Forscher ganz groß“: eine nachhaltige naturwissenschaftliche Förderung aller Altersstufen in der Schule. Die Schüler wechseln in die Rolle der Lehrenden und führen mit Grundschul- und Vorschulkindern einfache Experimente durch.
Den zweiten Preis gewann die Odenwaldschule, Heppenheim mit dem Konzept „Selbstorganisiertes Lernen: Begegnungswochen der Klassen 12 und 13“.
Für ihr Projekt „Kooperatives Lernkonzept der Berufsschule und Berufsfachschule Elektrotechnik“ kam die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Darmstadt, auf den dritten Platz.
Innovationswettewerb der Unternehmerverbände Südhessen

Deutscher Gründerpreis für Schüler geht nach Hessen
Der Preis für saubere Luft
Den Deutschen Gründerpreis 2011 in der Kategorie Schüler hat ein Team aus Hessen erhalten. Die Schülerinnen von Schloss Hansenberg bei Geisenheim haben sich mit ihrer Geschäftsidee gegen 1335 andere Teams durchgesetzt. Das fiktive Unternehmen der Gymnasiastinnen dreht sich um die Klimaanlage "B2-Biobreath", eine Luftaufbereitsungsanlage, die speziell für Großraumbüros entwickelt wurde und in Klimaanlagen integrierbar ist. Das System filtert Allergene und andere belastende Partikel aus Innenräumen und sorgt damit sowohl für ein angenehmes als auch gesundes Raumklima. Mehrere Filterebenen sorgen dafür, dass sowohl unangenehme Gerüche als auch Gase, Rauch, Hausstaub, Milben oder auch Sporen entfernt werden.
Deutscher Gründerpreis Schüler

365 Orte im Land der Ideen 2011
BioRob-Arm wird ausgezeichnet
Die BioRob GmbH wurde für die Entwicklung des BioRob-Arms zu einem der „365 Orte im Land der Ideen 2011“ auserwählt. Die Preisträger stellen sich ab dem 1. März in regionalen Veranstaltungen der Öffentlichkeit vor.
Der BioRob-Arm ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklungsarbeit zusammen mit dem strategischen Partner, der TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation mbH aus Ilmenau. Die BioRob GmbH ist ein Spin-off der Technischen Universität Darmstadt und wurde im Rahmen einer Förderung durch das Exist-Gründerstipendium gegründet. Das EXIST-Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Begleitet wird die BioRob GmbH dabei von der UniTechSpin – Gründungsberatung der TU Darmstadt.
Weitere Informationen:
Meldung der BioRob GmbH
Wettbewerb Land der Ideen
Merck stiftet Stipendium im Fachbereich Chemie
Erster Stipendiat ist der Doktorand Ali Shayegi
Die Merck KGaA hat heute den Beginn der Stipendiatenförderung für Promotionsstudenten am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt bekannt gegeben. Die Merck’sche Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft als Stipendiumsstifter will damit hochbegabten‚ wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Der erste Stipendiat aus der Chemie ist Dipl.-Ing. Ali Shayeghi.
Shayeghi arbeitet auf dem Gebiet der Physikalischen Chemie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rolf Schäfer. In seiner Doktorarbeit soll Shayeghi ein Laserspektroskopieexperiment aufbauen, um die optischen Eigenschaften von bimetallischen, legierten Nanoteilchen und Clustern zu untersuchen. mehr

Preis des Fakultätentags für Informatik der Bundesrepublik Deutschland
Informatik verstehen - ohne Computer
Der Informatiker der TU Darmstadt, Dr. Jens Gallenbacher, hat den mit 2.500 Euro dotierten Preis des Fakultätentags für Informatik erhalten. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland Buch und Ausstellung „Abenteuer Informatik“, die die Informatik ohne Computer anschaulich machen.
Mit einfachen Experimenten bringt der Informatiker das "Abenteuer Informatik" Erwachsenen und Kindern ohne Vorkenntnisse näher. Um zu erklären, wie ein Computer funktioniert, bedient sich Gallenbacher einfacher Hilfsmittel wie Stift, Schere, Papier, Pappkärtchen und Bastelbögen. Mit Blick auf die technikaffine Wissenschaft ist das laut Jury ein „beinahe revolutionärenr“ Ansatz. Die Ausstellung bietet neben verschiedenen Experimentierstationen auch Anregungen für Lehrer und Unterrichtskonzepte.
Die Ausstellung wird in Darmstadt während der Hochschul- und Berufsinformationstage (hobit) vom 25. bis 27. Januar 2011 zu sehen sein.
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Erich-Siebel-Gedenkmünze für Prof. Cetin Morris Sonsino
Stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts LBF erhält höchste Auszeichnung des DVM
Am 6. Oktober 2010 zeichnete der Deutsche Verband für Materialforschung und –prüfung den stellvertretenden Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt, Professor Cetin Morris Sonsino, mit der Erich-Siebel-Gedenkmünze aus. Anlass waren seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Materialforschung und –prüfung im Rahmen der 37. Tagung des DVM-Arbeitskreises Betriebsfestigkeit in München.
Mit nahezu 39 Jahren Forschungsarbeit, mehr als 500 Veröffentlichungen und 120 Seminaren und Vorträgen gilt Prof. Cetin Morris Sonsino ist ein international renommierter Experte für Betriebsfestigkeit, ein Thema, dem er sich seit knapp 39 Jahren mit Hunderten Veröffentlichungen widmet. Betriebsfestigkeit ist ein Spezialgebiet des Maschinenbaus und befasst sich mit der Lebensdauer und der Bemessung zyklisch belasteter Bauteile und Systeme.
Nach seinem Studium an der TU Darmstadt arbeitete Sonsino als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit LBF. 1984 wurde er zum Leiter der Forschungsabteilung Bauteilbezogenes Werkstoffverhalten ernannt. Seit 2002 ist er stellvertretender Direktor des Fraunhofer LBF sowie Geschäftsfeldleiter Industrie und Verbände.
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Forschungspreis des Europäischen Biometrie-Forums
TU-Informatikerin erhält Europäischen Biometrie-Forschungspreis
Die Darmstädter Informatikerin Xuebing Zhou ist am Mittwoch (10.11.) in Brüssel mit dem Forschungspreis des Europäischen Biometrie-Forums ausgezeichnet worden. Sie erhielt die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Forschung zur Sicherheit biometrischer Daten.
Biometrische Daten basieren auf eindeutigen Körpermerkmalen wie Fingerabdrücken, dem Gesicht oder der Iris. Da die Daten unter Umständen auch Rückschlüsse auf die ethnische Zugehörigkeit oder den Gesundheitszustand zulassen, sollten biometrische Daten zuverlässig geschützt sein. Xuebing Zhou hat in Ihrer Arbeit eine Methode entwickelt, die Daten mithilfe verschiedener Techniken digital so zu erfassen, dass eine Rückführung auf die zugrunde liegenden biometrischen Daten nicht mehr möglich ist. Statt der eigentlichen Daten müssen biometrische Systeme damit nur noch einen digitalen Schlüssel speichern. Zur Erkennung einer Person – etwa bei einer Zugangskontrolle – werden dann nicht mehr die eigentlichen biometrischen Daten, sondern lediglich die daraus resultierenden Schlüssel miteinander verglichen.
Xuebing Zhou promoviert am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung „Identifikation und Biometrie“ am Fraunhofer IGD in Darmstadt.

Rolf Isermann erhält Rufus T. Oldenburger Medaille
Professor der TU Darmstadt für sein Lebenswerk ausgezeichnet
Die American Society of Mechanical Engineers (ASME) hat Prof. Rolf Isermann mit der Rufus T. Oldenburger Medaille ausgezeichnet. Der mit 2.000 US-Dollar dotierte Preis wird seit 1968 jährlich für herausragende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik vergeben.
Isermann erhielt diese Auszeichnung für seine bahnbrechende Forschungsarbeiten zur Integration von Methoden der modernen Regelungstechnik, System-Identifikation, Fehlererkennung und Diagnose für den Entwurf und den Betrieb von technischen, insbesondere mechatronischen Systemen. Er ist der erste deutsche Wissenschaftler, der diese Auszeichnung erhält.
Von 1977 bis 2006 war Isermann Professor für Regelungstechnik und Prozessautomatisierung am Institut für Automatisierungstechnik der TU Darmstadt. Seit 2006 leitet er hier als Professor emeritus die Forschungsgruppe Regelungstechnik und Prozessautomatisierung. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören unter anderem zwei Ehrendoktortitel, die ihm von der Université Libre de Bruxelles und der Polytechnischen Universität Bukarest verliehen wurden, sowie die Top-Ten Auszeichnung des MIT Technology Review Magazine für das Gebiet Mechatronik. Er erhielt ferner den VDE-Ehrenring und die Auszeichnung als VDI-Ehrenmitglied. mehr
Wettbewerbe
Preisträger und Persönlichkeiten der Region
Viele Berühmtheiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik kommen aus der Region Darmstadt Rhein Main Neckar - ob sie zuvor an einer der Hochschulen der Region Darmstadt Rhein Main Neckar studiert haben, hier arbeiten oder leben. Zahlreiche namhafte Unternehmen sind hier aktiv und haben mit ihren zukunftsweisenden Forschungen und Produkten die Welt verändert. Die Engineering Region kann auf eine ganze Reihe erfolgreicher Preisträger blicken, die mit Fachkompetenz und Engagement innovative Projekte umgesetzt haben.
Die Jüngsten unter ihnen siegten beim "Jugend forscht"-Wettbewerb mit außergewöhnlichen Forschungsthemen oder innovativen Optimierungsprogrammen. So errang beispielsweise schon 1973 Heinz-Peter Bickert mit seinem Beitrag zur Ringerweiterung an Derivaten den vom Bundespräsidenten gestifteten Preis und den Bundessieg in Chemie. Im letzten Jahr erst holte sich Matthias Schnaubelt im bundesweiten Wettbewerb mit seinem sechsbeinigen Laufroboter den zweiten Platz im Bereich Technik.
Was aus jungen Talenten werden kann, zeigt die Hall of Fame der TU Darmstadt. Der erste israelische Staatspräsident, Chaim Weizmann, und der Physiknobelpreisträger 2007, Prof. Dr. Peter Grünberg, haben hier ihre Studienzeit absolviert. Auch zahlreiche Wirtschaftsgrößen, Unternehmensvorstände und Präsidenten renommierter Institute haben an der TUD ihre Laufbahn begonnen. Prof. Dr. Hermann Requardt (Vorstandsmitglied der Siemens AG), Frank Rainer Asbeck (Direktor des Satellitenzentrums der Europäischen Union), Prof. Hans-Jürgen Krupp (ehemaliger Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung), Prof. Dr. Ernst Dieter Gilles (Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme), ... die Liste ließe sich endlos fortführen. Viele der ehemaligen Absolventen haben sich auch gleich in der Region niedergelassen, wie Dr. Michael Römer (ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Merck KGaA) oder Dr. Holger Zinke, der hier das Biotech-Unternehmen BRAIN AG gründete.
Dr. Holger Zinke hat übrigens für seine Verdienste für nachhaltiges Wirtschaften 2008 den renommierten Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhalten. Denn dank der innovativen weißen Biotechnologie der BRAIN AG können chemische Prozesse durch umweltfreundliche Verfahren ersetzt und so die Umwelt geschont werden.
Ein dreiköpfiges Team der Merck KGaG (Dr. Kazuaki Tarumi, Dr. Melanie Klasen-Memmer und Dr. Matthias Bremer) wiederum erhielt 2003 den Deutschen Zukunftspreis, da das Team einen entscheidenden Beitrag für die Entwicklung großformatiger LCD-Fernsehbildschirme geleistet hat, indem es eine neue Generation von Flüssigkristallen für den Einsatz in diesen Geräten entwickelte. Heute zählen alle großen Hersteller von Flüssigkristall-Displays zu den Kunden des Darmstädter Unternehmens und die Flüssigkristalle von Merck lassen sich in fast jedem Handy finden.
Die Quint sdi GmbH als aktuellstes Beispiel unserer Liste "Preisträger der Region" hat sich ganz dem Motto "Wir leben Innovationen" verschrieben. Sie erhielt für ihr weltweit einmaliges Energie-Prozess-Management-System EPMS für Druckmaschinen 2008 den Hessischen Innovationspreis. Damit wird die Quint sdi GmbH zum Innovationsführer im Bereich Energie- und Prozessmanagement im Druckprozess.
Unternehmer und Forscher aus dem Gebiet Darmstadt Rhein Main Neckar erringen zahlreiche Siege in diversen renommierten Wettbewerben und beweisen damit immer wieder aufs Neue, dass zukunftsweisende Forschungen und innovative Produktlösungen seit jeher die Grundsteine unserer regionalen Wirtschaft sind. Innovative Arbeitgeber denken aber nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial. Viele Unternehmen der Region haben daher auch schon zahlreiche Auszeichnungen für "TopArbeitgeber" und "TopJob" erhalten.
Exzellent
Innovationspreisträger
Deutscher Umweltpreis, Hessen Champion, Top Arbeitgeber - dass die Unternehmen in der Engineering Region innovativ sind, beweisen auch die zahlreichen Auszeichnungen...mehr