Startseite
|
Über uns
|
Presse
|
Kontakt
|
Suche
[English]
  • Die Region
  • Daten + Fakten
  • Investoren + Unternehmen
  • Leben + Arbeiten
Ort der Vielfalt
Wohnen
Special Umzug in die Engineering Region
Freizeit + Kultur
Familie
Internationalität
Studieren + Arbeiten
Menschen der Region
Kreative Köpfe
Katja Seitz
Carsten Mosebach
Stephanie Hottenhuis
Ralf Steinmetz
Elsa Montagnon
Dirk König
Elmar Stork
Prof. Dr. Hanselka
Preisträger
Video-Interviews
Unternehmensvorstellungen

Arcadis

Stephanie Hottenhuis

Stephanie Hottenhuis arbeitet seit 1994 bei ARCADIS, einer internationalen Beratungs-, Projektmanagement- und Ingenieurgesellschaft mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur, Umwelt und Immobilien. Nach zwei Jahren im Export Management und Marketing bei ARCADIS Euroconsult übernahm sie 1996 bei ARCADIS BMB die Position des Business Unit Managers für Osteuropa und Zentralasien. In dieser Funktion war sie verantwortlich für das operative Geschäft der Business Unit. Im Jahr 2001 wurde Stephanie Hottenhuis zur Direktorin des multinationalen Kunden-Programms (MNC Program) von ARCADIS berufen. Dieses Programm verwaltet die globalen Top 50 Accounts von ARCADIS. Von 2005 bis 2008 war sie Mitglied des Aufsichtsrats von ARCADIS AYH, einer Projektmanagementgesellschaft mit Sitz in Großbritannien sowie Geschäftsführerin von ARCADIS Asia BV.

Seit 15. September 2008 leitet sie als Chief Executive Officer (CEO) die deutschen ARCADIS-Unternehmungen. Hier erwirtschaften rund 600 Mitarbeiter an 22 Standorten einen durchschnittlichen Jahresumsatz von etwa 58 Mio. €

persönliche Daten

Geburtsdatum und -ort:
08.03.1965, Sofia

Familienstand:
Verheiratet, zwei Söhne im Alter von elf und sechzehn Jahren

Ausbildung/Studium:
Studium:
- Business Management und Kommunikation, Universität Nijmegen, Niederlande, 1989-1993
Abschluss: Drs. (Hons) (entspr. dem deutschen Magister)
- Anglistik, Leeds University, UK (1989) und Universität Nijmegen, Niederlande, 1989-1993
Abschluss: Drs. (Hons) (entspr. dem deutschen Magister)

Sprachen:
Englisch, Niederländisch, Spanisch, Russisch, Bulgarisch, Deutsch, Französisch

Interview

1. Sie sind für Ihre Karriere in die Engineering-Region gekommen. Was hat Sie an dieser Region gereizt, und wie war Ihr erster Eindruck?

Die Region Rhein-Main ist eine der potentesten europäischen Metropolregionen und braucht den Vergleich mit Großräumen wie London, Paris oder Mailand nicht zu scheuen. Gereizt hat mich jedoch nicht nur die Branchenvielfalt in der Region, sondern auch der internationale Mix
der Kulturen, das breite Kultur- und Bildungsangebot und das Nebeneinander der unterschiedlichen Städte und Landschaftsräume.

In den vergangenen Monaten, die ich hier leider noch ohne meine Familie verbracht habe, hat sich mein Eindruck gefestigt, dass die Region sehr international, weltoffen und gastfreundlich ist.


2. Wie würden Sie die Region heute beschreiben?

Branchen wie Automobilbau, Chemie, Pharmazie, Finanzdienstleistungen, Logistik, Kommunikationstechnik und Softwareentwicklung haben die Region Rhein-Main geprägt und sie tragen mit ihren Forschungszentren und Produktionsstätten auch wesentlich zu deren Zukunftsfähigkeit bei. Um sowohl für die Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und erhalten, als auch für die Menschen, die hier leben und arbeiten, attraktiv zu bleiben, braucht die Region ein klares Profil. Sie muss Antworten finden auf die Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft. Ich denke hier an den globalen Klimawandel, die zunehmende Belastung der Umwelt, das Zusammenleben in lebenswerten Städten, Mobilität oder eine funktionierende Infrastruktur, die den Konflikt zwischen Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit löst.


3. Was sind Ihre Lieblingsplätze in der Region, und was unternehmen Sie hier gerne mit Ihrer Familie?

Hier gibt es alles: Wälder, Städte, Flüsse, Geschichte, Architektur, leckeres Essen, Museen, Universitäten ... Ich hoffe, dass unser Lieblingsort unser neues Zuhause sein wird, nachdem sich unsere Familie hier eingelebt hat.

4. Welchen "Geheimtipp" würden Sie jemandem geben, der neu in der Region ist?

Wir konnten inzwischen einige reizende Orte in der Region besuchen, einer davon war das Rheintal. Für einen Ausflug dorthin sollte man sich einen schönen, sonnigen Tag aussuchen und der Versuchung widerstehen, sich zu viel vorzunehmen - mehr als das braucht es nicht, um wieder richtig aufzutanken.


5. Wie kam es zu Ihrer Berufswahl? Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Ich wollte schon immer positive Spuren mit meiner Arbeit hinterlassen, etwas tun, das bleibt. Das klingt pathetisch, aber tatsächlich empfinden viele Kollegen bei ARCADIS genauso. Ich glaube, was uns bei ARCADIS wirklich verbindet, ist dieses Gefühl der Verantwortung für die Auswirkungen dessen, was wir für unsere Kunden tun. Letzten Endes leben die Menschen mit den physischen, realen Folgen unserer Arbeit: Sie arbeiten an Standorten und wohnen in Gebäuden, deren Projektmanagement in unseren Händen lag, sie leben in Regionen, deren Wasserschutzmaßnahmen von uns geplant wurden und verbrauchen Energie, deren umweltfreundliche Gewinnung wir ermöglicht haben.

Wir können etwas tun, was für die Gesellschaft relevant ist - und wir tun dies jeden Tag. Das ist unsere Aufgabe, das hat mich motiviert, bei ARCADIS zu arbeiten.

6. Wie sind Sie zu ARCADIS und in der Folge zu Ihrer jetzigen Position als Vorsitzende der Geschäftsleitung gekommen?

Ursprünglich wollte ich Management-Beraterin werden - mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft ein sehr naheliegender Berufswunsch. Das Unternehmen, bei dem ich tätig war, fusionierte später mit ARCADIS. Dort lernte ich nicht nur die multidisziplinäre Natur des Unternehmens,
sondern auch die Attraktivität des Ingenieurberufs kennen. Ingenieure denken in Lösungen. Der Beruf hat Realitätsbezug, ist konkret und innovativ. Das entspricht meiner Persönlichkeit.

Ich arbeitete zunächst als Projektmanagerin, später als Business Development Manager und etwa sieben Jahre lang als Business Unit Manager eines ARCADIS-Unternehmens, bevor sich die Gelegenheit bot, in unserem Headquarter die Verantwortung für das Multi National Client Program von ARCADIS zu übernehmen. Dieses Programm betreut die 50 wichtigsten Kunden weltweit. Hier entwickelt und optimiert ARCADIS seine Strategie der Kundenorientierung. Also eine fantastische Möglichkeit, mit den verschiedensten Unternehmensteilen rund um den Globus zusammenzuarbeiten.

Zusätzlich wurde mir der Aufbau von ARCADIS China anvertraut und ich übernahm eine Funktion im Beirat von ARCADIS Großbritannien. Diese Erfahrungen, zusammen mit einer Reihe von Beurteilungen, veranlassten den Vorstand, mich für die vakante Führungsposition in Deutschland
vorzuschlagen.

7. Was fasziniert Sie an Ihrer jetzigen Position als CEO von ARCADIS Deutschland? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus, und wo liegen die privaten und beruflichen Herausforderungen?

Als CEO von ARCADIS Deutschland ist es meine Aufgabe, ein hervorragendes Team durch hochwertige Leistung und Konzentration auf den Kundennutzen zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen. Die Stellschrauben dafür sind Rentabilität, Kundenorientierung und Mitarbeitermotivation - drei Instrumente, die sich gegenseitig bedingen, denn Rentabilität ist nicht nur für unsere Aktionäre wichtig, sondern auch damit unsere Mitarbeiter bei uns Karrieremöglichkeiten sehen. Und von unseren Kunden erhalten wir ein angemessenes Honorar nur dann, wenn der Wert unserer Leistung für sie höher ist als die Summe, die wir in Rechnung stellen. Mein Arbeitstag wird daher wesentlich von diesen drei Themen bestimmt.

Berufliche Herausforderungen sehe ich zum einen in der immer größer werdenden Kluft zwischen dem "klassischen" Ingenieurberuf und dem Arbeitsalltag des Beratenden Ingenieurs. Der Beratende Ingenieur orientiert sich an den Bedürfnissen des Kunden, nicht am technischen Leistungsangebot. Von ihm wird Offenheit gegenüber den Problemen des Kunden erwartet und nicht, vorgefertigte Lösungen auf den Markt zu werfen. Eine fachkundige Meinung haben, das Wohl des Kunden im Blick, nicht einfach vorformulierte Aufträge routinemäßig abarbeiten. Dies sind die Attribute, die den Beratenden Ingenieur heute auszeichnen. Als Unternehmen arbeiten wir daran, unsere Mitarbeiter systematisch in diese Richtung zu entwickeln.

Doch auch die Bedürfnisse unserer Kunden wandeln sich. Bei komplexen Projekten, wie der Konversion eines Raffineriestandorts, können schnell technische, finanzielle, rechtliche und kommunikationstechnische Anforderungen zusammenkommen. Dann gilt es, eine große Anzahl
unterschiedlicher Disziplinen zu einem Projektteam zusammenzuführen. Zusätzlich agieren viele Branchen inzwischen immer internationaler. Vor Ort sind sie dann häufig mit ihnen unvertrauten behördlichen Anforderungen konfrontiert und erwarten von weltweit tätigen Unternehmen, wie ARCADIS sowohl die Auflagen vor Ort als auch die unternehmensinternen Standards zu erfüllen.

Privat- und Berufsleben sind für mich nicht wirklich voneinander zu trennen, sie gehen ineinander über. Natürlich habe ich wie jeder andere in einer ähnlichen Position das Problem, beide Bereiche in Balance zu halten. Aber ein Tag hat 24 Stunden und beginnt nicht erst nach Feierabend. Ich verbringe diese Stunden mit Menschen, die ich sehr schätze: Manche sind Kollegen, manche Freunde, manche Familienmitglieder. Meine Familie reagiert übrigens mit sehr viel Rücksicht und Toleranz auf meine spezielle Situation.

8. Wenn Sie in die Zukunft blicken, wo sehen Sie sich, und welches Potential schreiben Sie der Region zu?

In unserer Branche wird sich der Prozess der Differenzierung wohl noch weiter fortsetzen: Auf der einen Seite formieren sich große multinationale Unternehmen wie ARCADIS, mit einer Vielzahl von Dienstleistungen, multidisziplinär und mit dem nötigen Personalbestand sowie der nötigen Finanzkraft, um in innovative Forschung und Entwicklung zu investieren und Kunden nicht nur regional, sondern auch national oder global betreuen zu können. Ihnen stehen Nischenanbieter
und hoch spezialisierte Experten gegenüber. Verlierer dieses Prozesses sind Unternehmen mit undeutlichem Profil, die ohne Alleinstellungsmerkmale und mit diffusem Leistungsportfolio am Markt agieren.

Die Aussichten für Beratende Ingenieure halte ich nach wie vor für gut, denn es wird weiterhin eine Nachfrage nach kosteneffektiven Lösungen geben, die auf fortschrittlicher Umwelttechnologie basieren. Für Probleme, die mit dem Klimawandel zusammenhängen, werden dringend gute Lösungen benötigt. Stichworte sind hier Energieeffizienz, schonender Umgang mit Ressourcen, Verringerung des ökologischen Fußabdrucks, angepasste Infrastruktur. Erneuerbare Energien wie Wind, Sonne, Geothermie, Bioenergie werden sich weiterentwickeln und dank technischer Innovation bald kostendeckend erzeugt werden können. Gesundheit und Sicherheit spielen nach wie vor eine große Rolle, und das sollten sie auch, da sie Menschen und deren Familien betreffen und ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität sind.

Die Region Rhein-Main ist aus meiner Sicht mit ihrem Weltflughafen, der zentralen Lage in Europa, einer robusten Branchenstruktur und dem internationalen Finanzzentrum Frankfurt bestens für den globalen Wettbewerb gerüstet. Hierbei spielen auch Standortfaktoren wie technische Infrastruktur, Energieversorgung, Verfügbarkeit von hochwertigen Gewerbeflächen, Wohn- und Umweltqualität eine große Rolle. Auf diese Situation haben wir unser Leistungsbild abgestimmt und unterstützen unsere Kunden in der Region vor allem mit Projektmanagement- leistungen im kommerziellen Hochbau, Standort- und Infrastrukturentwicklung, Umwelt- sanierungen und Flächenrecycling.

Seitenfunktionen
Seite drucken
Seite empfehlen
Volltextsuche
© 2008 Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar - Impressum - Kontakt